Aufträge kommen über das Netzwerk

Die meisten Aufträge kommen über Empfehlungen: 7 Ideen für ein lebendiges Netzwerk

Für die meisten Selbstständigen sind genau zwei Dinge wichtig, um an genug Aufträge zu kommen:

  • Gute Arbeit abliefern, damit die Kunden glücklich sind.
  • Ein lebendiges Netzwerk unterhalten, das sie weiterempfiehlt.

Das ist zumindest der Schluss, wenn ich mir die Erfahrungsdatenbank zu dem Thema anschaue. Bei den meisten Selbstständigen kommt der Löwenanteil der Aufträge über Empfehlungen zustande.

Jeder seriöse Selbstständige hat das Ziel hat, gute Arbeit zu leisten und den Kunden zufrieden zu machen. Bei der Netzwerkpflege ist das anders und nicht alle tun sich damit leicht. Deswegen kommen hier sieben Ideen, Kontakte zu pflegen und das eigene Netzwerk zu erweitern:

  1. Eigenes Projekt starten
  2. Meetup gründen
  3. Im Branchenverband engagieren
  4. Vorträge halten
  5. Aufmerksam sein
  6. Zur eigenen Expertise veröffentlichen
  7. Auf Social Media vernetzen

1. Eigenes Projekt starten

Die meisten Selbstständige beginnen eigenen Projekte , weil sie Lust darauf haben. Darum habe ich den Atlas der Selbstständigkeit gestartet und das beobachte ich auch bei anderen.

Ein schöner Nebeneffekt ist aber nicht von der Hand zu weisen: Durch das Projekt wird man beim eigenen Netzwerk sichtbar und mehr Leute werden auf einen aufmerksam. Übrigens ist das meiner Erfahrung nach egal, ob das eigene Projekt eine Ausstellung, ein Buch, eine Website oder eine App ist. Es muss halt zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passen.

Ich habe nach dem Launch dieser Website deutlich mehr Kontaktanfragen auf LinkedIn und XING bekommen als sonst. Auch haben sich Leute bei mir gemeldet, mit denen ich schon lange keinen Kontakt mehr hatte. Ein kleineres Projekt hat sich dadurch für mich auch schon ergeben.

2. Meetup gründen

Wer ein Meetup gründet, um sich zu einer Expertise auszutauschen, wird automatisch zum Netzwerkknoten zu diesem Thema.

Natürlich eignet sich das nicht für jeden, weil man dafür schon gut vernetzt sein muss. Sonst kommt nämlich keiner.

Wem das zu aufwändig erscheint, kann ja erstmal regelmäßig zu Meetups gehen. Ich lerne auf kleinen informellen Veranstaltungen deutlich mehr interessante Leute kennen als auf großen Konferenzen. Und mehr Spaß machen sie mir auch.

Beispiel aus der Erfahrungsdatenbank: Thomas Herzberger, Berater für Growth Hacking und Veranstalter von Meetups in mehreren Großstädten.

3. Im Branchenverband engagieren

Mir geht es auch so, dass ich nicht nur von Kunden sondern auch von Kollegen empfohlen werde. Ich selbst empfehle auch gerne jemanden weiter, wenn ein Auftrag nicht gut zu mir passt oder noch ein weiterer Freelancer gesucht wird.

Um von Kolleginnen empfohlen zu werden, muss man erstmal welche kennen. Und wo tummeln sich viele engagierte Kollegen? Natürlich im Branchenverband. Also macht es auch aus Gründen der Netzwerkpflege Sinn, sich dort zu engagieren.

Beispiel aus der Erfahrungsdatenbank: Claudia Siebenweiber, Kommunikationsdesignerin und Präsidentin eines Branchenverbandes.

4. Vorträge halten

Wer Vorträge hält, wird als Experte wahrgenommen und bleibt im Gedächtnis des Publikums. Oft kommt es im Anschluss auch noch zum persönlichen Austausch, manchmal auch direkt zur Projektanfrage. Zumindest wenn der Vortrag gut war.

Beispiel aus der Erfahrungsdatenbank: Sandra Staub, Social Media Beraterin und Umsetzerin und Dozentin bei der Münchner Volkshochschule.

5. Aufmerksam sein

Wenn ich auf etwas stoße, das für jemanden in meinem Netzwerk interessant sein könnte, weise ich ihn darauf hin. Das kann beispielsweise ein Link zu einem spannenden Artikel, eine Marketing-Idee oder ein kleiner Fehler auf der Website sein.

Eigentlich ist das sehr einfach. Ich merke es an mir selbst, wie sehr ich mich freue und wie dankbar ich für solche Hinweise bin. Aber ich merke auch, wie ich manchmal kurz daran denke, aber es dann doch vergesse.

Übrigens: Automatisierte Geburtstagswünsche fallen nicht unter die Kategorie „aufmerksam sein“. Mich nervt das eher.

6. Zur eigenen Expertise veröffentlichen

Auch vom eigenen Laptop aus lässt sich die eigenen Sichtbarkeit vorantreiben und das Netzwerk aufbauen. Wer die eigene Expertise in Fachbeiträgen, zum Beispiel auf dem eigenen Blog, in Fachmagazinen oder auf LinkedIn. illustriert, und dadurch an den Debatten der Branche teilnimmt, baut Internet-Bekanntschaften auf, die wertvoller sind als zufällig entstandene Offline-Kontakte.

Beispiel aus der Erfahrungsdatenbank: Sascha Tobias von Hirschfeld, B2B Content Architekt und Autor von Fachartikeln.

7. Auf Social Media vernetzen

Als Abschluss eine einfach umzusetzende und sehr oft umgesetzte Idee: Vernetze dich mit deinen bestehenden Kontakten auf der passenden Social Media Plattform.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Auch wenn sich eure Wege in der analogen Welt trennen, bekommt ihr über Social Media noch gelegentlich mit, was der oder die andere so treibt und vergesst euch nicht komplett. Außerdem dient vor allem LinkedIn oder XING vielen als Datenbank für Kontakte, die sie regelmäßig durchgehen, wenn sie auf der Suche nach

Was ich übrigens als nervig und aufdringlich empfinde, sind Kontaktanfragen, die mir Unbekannte ohne Begründung schicken. Aus meiner Sicht bringt das niemandem etwas. Weder werden diese Leute mich empfehlen, noch ich sie. Und über zu wenig Content in der Timeline hat sich meines Wissens noch nie jemand beschwert.

Beispiel aus der Erfahrungsdatenbank: Fanny Zschau, Digital Consultant und Developer mit mehr als 2.400 Kontakten auf Facebook.


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